Würzburg: Neues Zentrum für Patienten- und Angehörigenbegleitung

Den Weg durch schwere Erkrankungen ein Stückchen erleichtert – das soll in Zukunft ein neues Zentrum für Patienten- und Angehörigenbegleitung im Rotkreuzhof in Oberdürrbach. Initiiert wird das Projekt durch den gemeinnützigen Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“. Unter anderem sollen in dem Hof barrierefreie Appartements, Gemeinschaftsräume sowie Therapiemöglichkeiten entstehen.

Viele Patientinnen und Patienten reisen für eine Behandlung extra nach Würzburg – für die Angehörigen bedeutet das häufig lange Fahrtwege oder kaum eine Möglichkeit, bezahlbare Übernachtungsmöglichkeiten zu finden. Durch das Zentrum sollen nicht nur bezahlbare Unterkünfte in der Nähe der Uniklinik geboten werden, sondern auch Therapie- und Beratungsmöglichkeiten und der Austausch mit anderen Betroffenen. Davon sollen nicht nur Patienten nach oder während einer Behandlung, sondern auch Angehörige profitieren.

Laut Gabriele Nelkenstock, die Vorsitzende des „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“, wächst der Bedarf nach solchen Unterstützungsangeboten – besonders an einem führenden Gesundheitsstandort wie Würzburg. Dabei soll sich das Angebot aber nicht nur an Menschen mit einer Krebserkrankung richten, sondern auch an Menschen, die aufgrund anderer schweren Erkrankungen oder komplexer medizinischer Behandlungen vorübergehend Unterstützung benötigen.

Voraussichtlich Anfang nächsten Jahres soll die erste Bauphase starten – fertiggestellt werden soll das Projekt im besten Fall 2029. Bereits in der Vergangenheit hat der Verein eine Vielzahl an Projekten realisiert und finanziert, darunter beispielsweise die Finanzierung neuer medizinischer Geräte oder die Förderung neuer Diagnostikmöglichkeiten. Dabei ist er auf unter anderem auf Spenden und Fördermittel von Stiftungen angewiesen. Für das Zentrum wird mit einer Summe in Höhe von etwa 6 Millionen Euro gerechnet.

Den Artikel vom 22.07.2026 finden Sie hier.

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