
Bei der Scheckübergabe (von rechts): Die Spenderinnen Angela May-Hock und Leni Hock mit Gabriele Nelkenstock von der Stiftung „Forschung hilft“ und Prof. Dr. Imad Maatouk vom Uniklinikum Würzburg. Bild: Jasmin Mühlich
Eine junge Tumorpatientin und ihre Mutter sammelten an ihren runden Geburtstagen Spenden für „Forschung hilft“. Dabei kamen 4.000 Euro für die Stiftung zur Förderung der Krebsforschung am Universitätsklinikum Würzburg zusammen.
Würzburg. Am 18. Februar dieses Jahres überreichten Leni Hock und ihre Mutter Angela May-Hock einen symbolischen Riesenspendenscheck über 4.000 Euro an Gabriele Nelkenstock, die Stiftungsratsvorsitzende von „Forschung hilft“. Die Stiftung fördert aussichtsreiche Krebsforschungsprojekte am Uniklinikum Würzburg (UKW).
Das Leben von Leni und ihrer Familie war in den vergangenen Monaten eng mit dem Würzburger Krankenhaus der Maximalversorgung verbunden: Nachdem bei der damals 19-Jährigen im Frühjahr 2025 ein bösartiger Hirntumor diagnostiziert worden war, durchlief sie am UKW eine umfangreiche Behandlungsabfolge aus Operation, Chemotherapie, Bestrahlung und zielgerichteter Therapie. Dabei konnte der Tumor zurückgedrängt werden. „Wir haben uns während dieser extrem belastenden Monate an der Neurochirurgischen Klinik des Uniklinikums medizinisch wie menschlich sehr gut aufgehoben gefühlt. Außerdem finden wir es großartig, dass es in Würzburg ehrenamtlich tätige Einrichtungen wie den Verein ‚Hilfe im Kampf gegen Krebs‘ und die Stiftung ‚Forschung hilft‘ gibt, die Betroffene lokal unterstützen und vor Ort die Weiterentwicklung vorantreiben“, lobt Angela May-Hock. Ihre Tochter ergänzt: „Ich bin sehr dankbar, dass es möglich war, meine Erkrankung zu behandeln. Alle diese Therapieangebote beruhen auf ehemaliger Forschung und wir wollen gerne dazu beitragen, dass diese wissenschaftlichen Arbeiten auch für zukünftige Patientinnen und Patienten weitergehen können.“ Deshalb stellten sie und ihre Mutter ihre kürzlich gefeierten runden Geburtstage in den Dienst der Stiftung. Bei den großen Treffen zum 20. beziehungsweise 50. Wiegenfest sammelten sie Spenden statt Geschenken. Dabei kamen 4.000 Euro zusammen.
„Dieses Ergebnis ist auch ein weiterer Beleg für den engen Zusammenhalt von Familie, Freunden und Nachbarn, den wir auch schon während des ganzen letzten Jahres erleben durften“, unterstreicht Angela May-Hock. Diese Solidarität wurde auch bei der Scheckübergabe deutlich. Die Spenderinnen wurden begleitet von Lenis Partner Jakob Zeiss, der ihr in vielen schweren Momenten treu zur Seite stand, und Giovanni Privitera. Der Freund der Familie backt und verkauft in seiner Freizeit besondere Pizzavariationen, deren Erlöse in die Spende einflossen.
„Dass Leni so optimistisch durch die Therapie gehen kann, liegt sicher zum Teil an ihrer Persönlichkeit“, kommentiert Prof. Dr. Imad Maatouk. Der Schwerpunktleiter für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Medizinischen Klinik II des UKW fährt fort: „Wir wissen aus unserer Arbeit aber auch, wie wichtig die Unterstützung durch ein starkes familiäres und soziales Umfeld für die Psyche von Krebserkrankten und den Behandlungserfolg sein kann.“ Neben dem herzlichen Dank für die Spende zeigte sich auch Gabriele Nelkenstock von Tochter und Mutter tief beeindruckt: „Euer Beispiel kann viele Patientinnen und Patienten inspirieren und ihnen Mut machen, beim Kampf gegen den Krebs nicht aufzugeben.“
Die Stiftung „Forschung hilft“ wurde Ende 2017 vom Würzburger Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ gegründet. Seither schüttet die Stiftung jährlich Förderpreisgelder an lokale Krebsforscherinnen und -forscher aus – bislang rund 1,1 Millionen Euro. Weitere Infos gibt es unter www.forschung-hilft.de
Wer die Stiftung weiter voranbringen will, kann auf folgendes Konto spenden:
Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken
IBAN: DE19 7905 0000 0000 0655 65
BIC: BYLADEM1SWU
Text: Pressestelle / UKW
Die gesamte Pressemitteilung des Universitätsklinikums Würzburg vom 23.02.2026 finden Sie hier.