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11. Januar 2019: DIE GUTE TAT

11. Januar 2019: DIE GUTE TAT

Bratwürste für den guten Zweck gegrillt

WÜRZBURG (lek) 3000 Euro Spendengelder für den Kampf gegen Krebs und die Station Regenbogen, so lautet die Bilanz der Benefiz-Grillaktion der beiden Landräte Wilhelm Schneider (links, Haßfurt) und Eberhard Nuß (rechts, Würzburg). Die 340 fränkischen Bratwürste gingen Ende November auf dem Haßfurter Marktplatz weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Viele Bürger, Lokalpolitiker sowie Firmenvertreter waren gekommen, um ihren Hunger zu stillen und um das Spendenschwein zu füllen. 1165 Euro kamen zusammen, nach Abzug der Kosten blieben 654 Euro Reinerlös übrig. Jeweils 1000 Euro spendeten die Sparkasse Ostunterfranken und die Sparkasse Mainfranken. Die beiden Grillchefs rundeten die Summe mit jeweils 173 Euro auf. Gabriele Nelkenstock (links) vom Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ sowie Heidrun Grauer und Monika Demmich (von rechts) von der Station Regenbogen nahmen dankbar jeweils 1500 Euro entgegen.

FOTO: DAGMAR HOFMANN

2. Juli 2018: Besserer Sonnenschutz für Kinder – ein Präventionsprojekt der Stadt Würzburg, des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ und des Uniklinikums Würzburg

2. Juli 2018: Besserer Sonnenschutz für Kinder – ein Präventionsprojekt der Stadt Würzburg, des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ und des Uniklinikums Würzburg

Sommer, Sonne – und kein Sonnenbrand: Die Stadt Würzburg, der Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ und die Hautklinik des Uniklinikums Würzburg kooperieren, um Kinder in den regionalen Ferienfreizeiten noch besser vor UV-strahlungsbedingten Hautschäden zu schützen. Neben Informationen wurden Sonnenschutzmittel im Wert von 2.000 Euro als Spende bereitgestellt.

Die Stadt Würzburg bietet gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern auch in diesem Sommer wieder viele erlebnispädagogische Veranstaltungen für Kinder an. „Hier, wie auch in den Kindertageseinrichtungen, verbringen die Mädchen und Jungen bei schönem Wetter viel Zeit im Freien“, weiß Dr. Hülya Düber. Die Leiterin des Jugend-, Familien- und Sozialreferats der Stadt Würzburg fährt fort: „Allerdings bergen die angenehmen Sonnenstrahlen auch Risiken für die Haut der Kinder. Deshalb ist die Aufklärung und Sensibilisierung sowohl der Eltern, wie auch des Fachpersonals in den Einrichtungen für dieses Thema nach wie vor wichtig.“

Vortrag der Hautklinik vor Trägern und Leiter/innen

Eine gute Gelegenheit dazu war das Treffen der Träger/innen und Leiter/innen der Würzburger Kindertagesstätten sowie deren Dachverbände am 28. Juni 2018 im Würzburger Rathaus. Die rund 60 Teilnehmer/innen sind verantwortlich für etwa 5.100 Plätze in Tageseinrichtungen für Kinder zwischen einem und zehn Jahren. Als einer der Tagesordnungspunkte des Meetings referierte Dr. Tina Giner von der Hautklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) auf Einladung von Dr. Düber über die Zusammenhänge zwischen Sonnenstrahlung, Folgeerkrankungen und richtigem Sonnenschutz. „Übermäßige UV-Bestrahlungen, gerade die in der Kindheit und Jugend erworbenen Sonnenschäden, zählen zu den Hauptrisikofaktoren für die spätere Entstehung von Hautkrebs“, betonte die Dermatologin. Als Schutzmaßnahme – neben dem Tragen von Textilien und einer Kopfbedeckung sowie dem Meiden der Mittagssonne – empfiehlt sie das Eincremen der unbedeckten Körperpartien mit einem Sonnenschutzmittel, das einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 haben sollte. Dabei sei auch die eingesetzte Menge wichtig. Dr. Giner: „Häufig wird nicht genügend Sonnencreme aufgetragen. Um den angegebenen Schutzfaktor zu erreichen, ist zudem ein wiederholtes Nachcremen notwendig, um die Verluste durch Abrieb, Wasserkontakt und Schwitzen auszugleichen.“

2.000 Euro-Spende für Sonnencreme

 

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06.04.2018: Am Uniklinikum Würzburg mitentwickeltes Anti-Leukämiemedikament in den USA zur Behandlung bei minimaler Resterkrankung zugelassen

06.04.2018: Am Uniklinikum Würzburg mitentwickeltes Anti-Leukämiemedikament in den USA zur Behandlung bei minimaler Resterkrankung zugelassen

Ende März dieses Jahres erteilte die US-amerikanische Food and Drug Administration in einem beschleunigten Verfahren die Zulassung des Immuntherapeutikums Blinatumomab für die Behandlung von Patienten mit minimaler Resterkrankung bei Akuter lymphatischer Leukämie. Das Medikament wurde am Uniklinikum Würzburg maßgeblich mitentwickelt.

Ende Januar dieses Jahres erschien in der Fachzeitschrift Blood der US-amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie die Publikation zu einer von den Uniklinika Frankfurt und Würzburg aus geleiteten europa-weiten Studie, bei der Patienten mit einer minimalen Resterkrankung von Akuter Lymphatischer Leukämie erfolgreich mit dem Antikörper-Medikament Blinatumomab behandelt wurden. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) berichtete hierrüber in einer Presseinformation am 8. Februar 2018. Jetzt, am 29. März dieses Jahres, gab die US-amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) nach einem beschleunigten Verfahren grünes Licht für einen generellen Einsatz des Immuntherapeutikums bei dieser Indikation. Für anders gelagerte Indikationen bestanden schon vorher Marktzulassungen von Blinatumomab – sowohl in den USA, wie auch in der EU.

Die Akute Lymphatische Leukämie (ALL) ist eine Form von bösartigem Blutkrebs. Bei 40 bis 50 Prozent der mit Chemotherapeutika behandelten Patienten bleibt mindestens eine minimale Resterkrankung (Minimal Residual Disease – MRD) bestehen. Patienten mit MRD-positiver Erkrankung erleiden praktisch immer ein klinisches Rezidiv. Durch die jetzt regulär mögliche Gabe von Blinatumomab lässt sich die Überlebenswahrscheinlichkeit dieser Hochrisiko-Gruppe in den USA deutlich verbessern.

In Deutschland steht Blinatumomab zur Zeit im für die die MRD-positive ALL nur im Rahmen klinischer Studien zur Verfügung. Mit einer regulären Zulassung durch die europäische Zulassungsbehörde für die EU wird im Lauf dieses Jahres gerechnet.

An der Erfindung, Entwicklung und klinischen Erprobung von Blinatumomab entscheidend beteiligt waren Prof. Dr. Ralf Bargou, der Direktor des am UKW angesiedelten Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken, Dr. Marie-Elisabeth Goebeler, die Leiterin der Early Clinical Trial Unit am UKW, sowie Prof. Dr. Max Topp, der Leiter des Bereichs Hämatologie an der Medizinischen Klinik II des Würzburger Uniklinikums.

 


Eine Pressemitteilung der
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06.04.2018: Zweiter Patienteninformationstag zu Prostatakrebs am Uniklinikum Würzburg

06.04.2018: Zweiter Patienteninformationstag zu Prostatakrebs am Uniklinikum Würzburg

Das Prostatakarzinom-Zentrum des Uniklinikums Würzburg lädt am Samstag, den 21. April 2018, alle Interessierten zu einem Patienteninformationstag ein. Im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin referieren neun Experten über aktuelle Aspekte aus Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Selbsthilfe.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Männer in Deutschland. „Nicht zuletzt die hohe Beteiligung an unserem ersten diesbezüglichen Patienteninformationstag im vergangenen Jahr bestätigte uns das ungebrochen hohe Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit“, berichtet Prof. Dr. Hubert Kübler, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums Würzburg (UKW). Deshalb ist für den 21. April 2018 eine Neuauflage der Veranstaltung geplant: Das von der Deutschen Krebshilfe zertifizierte Prostatakarzinomzentrum des UKW lädt an diesem Samstag wieder alle Interessierten dazu ein, wissenswerte Hintergründe und neueste Erkenntnisse über die Volkskrankheit zu erfahren. Zwischen 10:00 und 14:00 Uhr werden insgesamt neun ausgewiesene Experten im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) an der Oberdürrbacher Straße zu diversen Aspekten referieren und die Fragen der Zuhörer/innen beantworten.

Aktuelles zur Diagnostik mit PSA und PSMA

Beispielsweise wird Dr. Arkadius Kocot über die „Renaissance des PSA-Wertes in der Prostatakrebsvorsorge“ sprechen. „Über kaum einen Tumormarker wird so intensiv und kontrovers diskutiert, wie über das Prostataspezifische-Antigen“, weiß der Leitende Oberarzt der urologischen Klinik des UKW und fährt fort: „Fakt ist allerdings, dass die Langzeit-Nachverfolgung von PSA-basierten Screening-Studien zeigt, dass durch den Einsatz des PSA-Werts die Sterblichkeit am Prostatakarzinom reduziert werden kann.“

Mit dem PSA in Verbindung steht das Prostata-spezifische Membran Antigen (PSMA). Dieses Molekül ist auf der Oberfläche gesunder Prostatazellen vorhanden, sehr viel mehr aber auf Prostatakrebs-Zellen. Im restlichen Körper kommt das Protein kaum vor. „PSMA ist deshalb ein ideales Zielmolekül für die Diagnostik und zugleich auch für zielgerichtete Therapien von Prostatakrebs“, sagt Prof. Andreas Buck. Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des UKW wird beim Infotag der Frage nachgehen, ob ein PET-CT mit PSMA heute schon als Diagnosestandard bezeichnet werden kann. 

Präzision und Sicherheit durch multiparametrisches MRT und Fusionsbiopsie

Auch in der Primärdiagnostik des Prostatakrebses gab es in den letzten Jahren deutliche Veränderungen. Die Einführung der multiparametrischen Magnetresonanztomographie (mpMRT) ist eine dieser neuen Entwicklungen. Prof. Dr. Thorsten Bley, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionselle Neuroradiologie.


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08. März 2018: HOFFNUNG BEI KNOCHENMARKKREBS

08. März 2018: HOFFNUNG BEI KNOCHENMARKKREBS

Multiples Myelom: Experten derUniklinikWürzburg haben eine neue Therapie entwickelt

WÜRZBURG Schon seit Jahren gilt das Universitätsklinikum Würzburg deutschlandweit als das führende Zentrum für die Behandlung des Multiplen Myeloms, eine spezielle Art von Blutkrebs. Und Krebsspezialist Prof. Hermann Einsele, Leiter der Medizinischen Klinik II, ist eine Koryphäe auf diesem Gebiet. Nun hat die Uniklinik die Federführung für ein europaweites Projekt erhalten, das eine revolutionäre Behandlung zur Anwendung am Patienten bringen soll. Betroffene der eher seltenen Krebserkrankung, auch Knochenmarkkrebs genannt, könnten davon profitieren. In Deutschland erkranken laut Einsele pro Jahr mehr als 6000 Menschen an dieser dritthäufigsten Art von Blutkrebs. 6,1 Millionen Euro EU-Fördermittel Unter mehr als 100 Vorschlägen wurde das Projekt laut Uniklinik von der Europäischen Kommission ausgewählt. Aus Brüssel gibt es dafür 6,1 Millionen Euro Fördermittel.

Zehn Partner aus sechs EU-Ländern, darunter krebsmedizinische Spitzenzentren aus Frankreich, Italien und Spanien, arbeiten an dem Forschungsvorhaben. Beim Multiplen Myelom verwandeln sich Antikörper produzierende Zellen (Plasmazellen) in bösartige Tumorzellen und vermehren sich im Knochenmark. Die normale Blutbildung wird damit unterdrückt. Die Erkrankung tritt überwiegend bei Patienten zwischen 60 und 65 Jahren auf. Die Tumorzellen bilden schädliche Eiweiße, die zum Knochenabbau führen, aber auch die Nierenfunktion beeinträchtigen können. Beschwerden sind zunächst recht unspezifisch, deshalb wird die Diagnose oft spät gestellt. Das von der Uniklinik gelenkte Projekt mit dem Namen „CARAMBA“ setzt auf die Immuntherapie. Dem Patienten werden weiße Blutkörperchen entnommen und mit einem Rezeptor ausgerüstet, der wie ein Sensor ein Molekül auf den Myelomzellen erkennt und diese Tumorzellen dann vernichtet. Therapie in Würzburg getestet Dieses Therapieverfahren für das Multiple Myelom wurde an der Würzburger Uniklinik im Forschungslabor von Dr. Michael Hudecek entwickelt und in Laborstudien getestet. Mit „CARAMBA“ sollen nun in einer Studie die Sicherheit und Wirksamkeit bei Menschen überprüft werden. „Diese neue Form der immunologischen Therapie hat das Potenzial, die Behandlung des Multiplen Myeloms, aber auch anderer Tumorarten zu revolutionieren“, sind die Experten Einsele und Hudecek überzeugt.


Von unserem Redaktionsmitglied: ANDREAS JUNGBAUER

Labor am Lehrstuhl für Translationale Onkologie an der Uniklinik: Hierwird seit Jahren am Multiplen Myelom geforscht, dem sogenannten Knochenmarkkrebs.
FOTO: DANIEL PETER

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