Präsentieren die neue Patientinnen-Informationstasche und die Herzkissen (v. l.) : Beate Beyrich (Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.), Prof. Achim Wöckel (Würzburger Universitätsfrauenklinik), Gabriele Nelkenstock (Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.), Brigitte Keller (Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.) und Johanna Schlereth (Würzburger Universitätsfrauenklinik). Bild: Universitätsklinikum Würzburg

Für eine noch bessere Unterstützung von Brustkrebspatientinnen arbeitet die Würzburger Universitätsfrauenklinik intensiv mit gemeinnützigen Vereinen und ehrenamtlich Engagierten zusammen. Jüngste Ergebnisse dieser Kooperation sind die Finanzierung einer Breast Care Nurse durch unseren Verein und die Herausgabe einer Patienteninformationstasche.

„Die Diagnosestellung ‚Brustkrebs‘ ist für die Betroffenen ein Schock. Und auch während sowie nach der Tumortherapie erleben die Patientinnen oft eine Situation des Alleingelassenseins und der Ratlosigkeit“, weiß Beate Beyrich aus eigener Erfahrung. Zusammen mit Brigitte Keller organisiert sie die Würzburger Gruppe der bundesweit tätigen Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. Um den an Krebs erkrankten Frauen und deren Angehörigen weiterzuhelfen, offeriert der Verein seit sechs Jahren ein vielfältiges Beratungs- und Unterstützungsangebot. Partner bei diesem Anliegen sind die Würzburger Universitätsfrauenklinik und der Verein Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. Gemeinsam haben die Akteure dieses Netzwerks jetzt in einer eigens gestalteten Tasche eine Materialsammlung für Krebspatientinnen herausgebracht.

Pflegeexpertin für Brustkrebserkrankungen angestellt
Überreicht werden den Patientinnen die Taschen nach der ärztlichen Diagnosestellung und Erstberatung von Johanna Schlereth. Sie arbeitet seit September 2015 als Breast Care Nurse an der Würzburger Universitätsfrauenklinik. Die Pflegeexpertin für Brustkrebserkrankungen ist in erster Linie für primärerkrankte Patientinnen zuständig. „Ich versuche, den Frauen in dieser schwierigen Situation Halt zu geben und stehe ihnen während des gesamten Klinikaufenthalts für Fragen und Beratungsgespräche zur Seite“, beschreibt Johanna Schlereth. Von ihr erhalten die Patientinnen ergänzende Informationen über Diagnostik, Operation, Strahlen-, Chemo-, Antihormon-, Antikörper- und Schmerztherapie, Pflege der operierten Brust, Ernährung, Bewegung, Lymphödeme und Nachsorgeuntersuchung. Weiterhin stellt sie Kontakte her zu flankierenden Angeboten und Einrichtungen, wie Ernährungsberatung, Psychoonkologie, Sanitätshäusern, Sozialdienst, Sport und Yoga, Selbsthilfegruppen und Seelsorge. „Natürlich bin ich auch in den Therapiepausen für unsere Patientinnen telefonisch oder per E-Mail erreichbar“, unterstreicht die Breast Care Nurse.
Als Starthilfe für das am Universitätsklinikum Würzburg neu geschaffene Beratungsangebot finanziert der von Gabriele Nelkenstock geleitete Verein Hilfe im Kampf gegen Krebs e. V. ein Jahr lang die Stelle von Johanna Schlereth.

Das Projekt kann mit einer Spende unter dem Kennwort „Frauenklinik“ unterstützt werden:
Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.
Castell Bank Würzburg
IBAN: DE 74 7903 0001 0000 0092 45
BIC: FUCEDE77XXX