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Projekt: MOBILER PFLEGEDIENST FÜR KREBSKRANKE
Wir sind ab sofort in der Lage, die ambulante Versorgung krebskranker Menschen für mindestens ein Jahr dank Ihrer Spenden zu finanzieren. Zusätzlich stellt die Würzburger Firma IWM ein Fahrzeug für zwei Jahre kostenfrei zu Verfügung, dass ausschließlich für die ambulanten Helfer zu Verfügung steht.
Das Projekt "Ambulanter Pflegedienst" beschreibt am besten das nachfolgende Konzept des Universitätsklinikums Würzburg, erstellt vom Direktor des Universitätskliniums Würzburg Prof. Dr. K. Wilms:
Universitätsklinikum Würzburg
Klinikum der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität
Medizinische Poliklinik
Direktor: Prof. Dr. K. Wilms
Konzept für eine begleitende mobile ambulante Versorgung von Patienten mit bösartigen Erkrankungen und Erkrankungen des Blutbildenden Systemes der hämatologisch-onkologischen Therapieambulanz der Medizinischen Poliklinik,
Universität Würzburg
Aktuelle Situation:
In der Therapieambulanz der Medizinischen Poliklinik werden hauptsächlich Patienten mit bösartigen Erkrankungen und Erkrankungen des Blutbildenden Systems behandelt. Bei insgesamt ca. 5.500 Patientenkontakten im Jahr werden Chemotherapien, Bluttransfusionen und weitere Infusionstherapien appliziert. Für die Patienten stehen 12 Therapieplätze zur Verfügung. Die Versorgung der Patienten erfolgt durch 3,5 Pflegekräfte, einen Assistenzarzt, sowie einem Arzt im Praktikum. Die Anmeldung wird von einer Halbtagskraft und einem Zivildienstleistenden betrieben.
Patienten, die in der hämatologisch-onkologischen Therapieambulanz behandelt werden haben eine enge Anbindung an die Klinik. Es erfolgt die Betreuung der Patientin in enger Zusammenarbeit mit den Stationen der Medizinischen Poliklinik, den weiteren Ambulanzärzten sowie den Hausärzten und umliegenden Krankenhäusern. Da die ambulante Chemotherapie eine intensive Betreuung und häufige Kontrollen erfordert, ist es für die Patienten häufig erforderlich auch zu Kontrollblutentnahmen auch außerhalb der Therapiezyklen in die Therapieambulanz zu kommen. Weitere zusätzliche ambulante Vorstellungen sind erforderlich bei Patienten, die ein implantiertes Portsystem haben zur Applikation von Chemotherapien und Infusionen, bei diesen Patienten ist eine regelmäßige Portpflege und die Abnahme der Zytostatika auch zum Teil in der Therapieambulanz erforderlich.
Für viele Patienten mit bösartigen Erkrankungen ist die zusätzliche Vorstellung in der Therapieambulanz eine große Belastung, da sie nur eingeschränkt mobil sind, auf die Hilfe Dritter für den Transport angewiesen sind und sich auch durch die häufigen Vorstellungen die Zeit zu Hause verkürzt, die ein wichtiger Faktor der Lebensqualität darstellt. Weiterhin erfolgt auch bei Komplikationen nach Chemotherapie wie Schleimhautentzündungen, Durchfall, Appetitlosigkeit unabhängig von der hausärztlichen Versorgung häufig eine Vorstellung in der Therapieambulanz zur Behandlung der Komplikationen und zur Beratung.
Konzept der verbesserten Patientenbetreuung mit
Hilfe einer mobilen Pflegekraft:
Für die Patienten der hämatologisch-onkologischen Therapieambulanz der Medizinischen Poliklinik wäre eine Reduzierung der ambulanten Vorstellungstermine ein hoher Gewinn an Lebensqualität. Dies gilt insbesondere für die o. b. zusätzlichen Vorstellung zwischen den Therapiezyklen. Idealerweise könnte man eine solche Belastung der Patienten reduzieren, indem eine mobile Pflegekraft verschiedene Aufgaben in häuslicher Umgebung leisten kann. Hierzu gehören u. a. Blutentnahmen, Pfortpflege und Pfortspülungen, Hilfe oder Anleitung bei Medikamenteninjektionen subkutan, Unterstützung bei parenteraler Ernährung sowie Hilfe bei therapie- assoziierten Komplikation. Mit diesen Tätigkeiten könnte eine solche ambulante Pflegekraft auch ein Bindeglied zur hausärztlichen Versorgung darstellen. Mit der Schaffung einer solchen Stelle könnte eine deutliche Verbesserung der Patientenversorgung und eine Verbesserung deren Lebensqualität erreicht werden.
Sinnvollerweise sollte die ambulante Pflegekraft auch Erfahrung in der onkologischen Pflege mitbringen. Eine Einarbeitung in der Therapieambulanz vor allem zum kennen lernen der Patienten ist ebenso sinnvoll. In unserer Einschätzung könnte die ambulante Pflegekraft optimal in das bestehende Pflegesystem in der Therapieambulanz integriert werden, in dem zwei Halbtagspflegestellen wechselseitig die Versorgung der Patienten zu Hause und in den Ambulanzräumen der Therapieambulanz durchführen. Hierdurch wäre einerseits gewährleistet, dass die Pflegekräfte stets auch die neuen Patienten kennen lernen, und andererseits auch in Urlaubszeiten in der häuslichen Versorgung vertreten können.
Da in der Therapieambulanz mehrere Pflegekräfte halbtags arbeiten, könnte eine dieser Kräfte für diese Konzept mit herangezogen werden. Für die Verwirklichung des Konzeptes ist eine unabdingbare Voraussetzung, dass der ambulanten Pflegekraft ein Auto zur Verfügung gestellt wird.
Ausblick:
Sollte es dem Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“ möglich sein diese Konzept finanziell zu unterstützen, würde hierdurch die Versorgung von Patienten mit malignen Erkrankungen wesentlich verbessert werden. Die Lebensqualität würde für die ohnehin sehr stark belasteten Patienten deutlich verbessert werden.
Wir bedanken uns für das Angebot einer möglichen Unterstützung sehr herzlich im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. med. K. Wilms,
Direktor der Klinik
Prof. Dr. med. H. Rückle-Lanz,
Oberärztin der Klinik
Dr. med. F. Weissinger,
Oberarzt der Klinik
Finanzierung einer mobilen Pflegekraft durch den Verein:
„Hilfe im Kampf gegen Krebs“
Personalkosten:
1 Pflegekraft (Vollzeit): 40.239,- Euro/Jahr
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